FCC schließt ausländische Router vom US-Markt aus
Hintergrund der Entscheidung
24.03.2026 – Die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) hat im März 2026 beschlossen, dass Router, die vollständig oder teilweise in ausländischen Ländern produziert, entwickelt oder designt wurden, künftig nicht mehr auf dem US-Markt angeboten werden dürfen. Dieser Beschluss ist das Ergebnis einer Bewertung durch eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe mit nationaler Sicherheitskompetenz unter Federführung des Weißen Hauses.
Begründung und Risikoeinschätzung
Laut Angaben der US-Regierung und des interministeriellen Gremiums stellen im Ausland produzierte Router ein Risiko für die nationale Sicherheit sowie für die Versorgung und die kritische Infrastruktur der Vereinigten Staaten dar. Das Gremium weist darauf hin, dass Router zentrale Komponenten für die Netzwerkinfrastruktur von Haushalten, Unternehmen, Behörden und Betreibern kritischer Dienste sind. Die Mehrheit der in den USA genutzten Router wird gegenwärtig im Ausland hergestellt.
Die Behörden führen an, dass durch ausländisch produzierte Router sowohl Risiken in der Lieferkette, etwa eine mögliche Unterbrechung von Wirtschaft und Infrastruktur, als auch Cybersicherheitsrisiken entstehen können. Zudem werden Schwachstellen, Spionagemöglichkeiten (wie „Backdoors“) und Angriffe auf kritische Infrastrukturen genannt. In der Begründung werden auch konkrete Cyberangriffe (Volt, Flax und Salt Typhoon) erwähnt, bei denen Router eine Rolle gespielt hätten.
Umfang des Verbots und technische Definition
Das Verbot umfasst sowohl vollständige als auch teilweise im Ausland gefertigte Router. Es bezieht sich dabei auf sämtliche Stufen der Produktion, von Design und Entwicklung über Montage bis zur Endfertigung. Nach Definition der FCC sind davon insbesondere Verbraucherrouter für den Heimgebrauch betroffen, die entsprechend dem Standard des National Institute of Science and Technology (NIST) als Geräte gelten, die Datenpakete zwischen Netzwerken weiterleiten. Eine Ausnahme vom Verbot kann durch eine explizite Freigabe des US-Verteidigungsministeriums oder des Heimatschutzministeriums erfolgen.
Mögliche Auswirkungen
Durch diese regulatorische Maßnahme können viele bislang in den USA verbreitete Routermodelle künftig nicht mehr angeboten werden. Dies betrifft Endverbraucher, Unternehmen, Versorgungsinfrastrukturen und weitere Marktteilnehmer. Die Entscheidung berührt auch internationale Handelsbeziehungen und bestehende globale Wertschöpfungsketten im Bereich der Netzwerktechnik.