Offiziell bestätigt: Freie Routerwahl in den Niederlanden erfolgreich – Vorbild für Europa (Presseinformation)

14. Juli 2025 – Der VTKE (Verband für Telekommunikations-Endgeräte) zeigt sich sehr erfreut über die Feststellung der niederländischen Regulierungsbehörde Autoriteit Consument & Markt (ACM), dass die Regeln zur freien Modemwahl in den Niederlanden mehr als drei Jahre nach ihrem Inkrafttreten gut funktionieren und keiner Anpassung bedürfen.
Die Behörde erachtet die aktuelle Regelung, in der unter anderem der sogenannte „Netzanschlusspunkt“ definiert wird, als „geeignet für das Ziel, die freie Wahl von Endgeräten zu fördern“.

Das Ergebnis bestätigt, dass die freie Routerwahl in der Praxis funktioniert.

Diese Bewertung erfolgt auf Grundlage von Artikel 10 der Durchsetzungsrichtlinie zum Endgerätebeschluss, welcher festlegt, dass die ACM frühestens zwei Jahre nach Veröffentlichung eine Bewertung der Wirksamkeit der Regelung durchführt.

Dank der freien Routerwahl liegt die Entscheidung über die direkt an der Anschlussstelle eingesetzten Endgeräte beim Kunden selbst – unabhängig davon, ob es sich um einen Glasfaser-, Kabel- oder DSL-Anschluss handelt.

Die Vorteile für Endnutzer sind zahlreich:

  • Freiheit und Auswahl: Nutzer können Endgeräte wählen, die besser zu ihren individuellen Bedürfnissen passen – sei es in Bezug auf höhere Geschwindigkeit, bessere Sicherheitsfunktionen oder die Integration in Smart-Home-Systeme. Sie haben Zugang zu einem breiteren Angebot, das unterschiedliche Anforderungen und Budgets abdeckt.
  • Kostenersparnis und Flexibilität: Da Nutzer keine Router oder Modems mehr vom Anbieter mieten müssen, sparen sie langfristig Kosten. Zudem wird der Wechsel zu einem anderen Internetanbieter einfacher, da die eigene Hardware weiterverwendet werden kann.
  • Stärkere Konkurrenz und Innovation: Die freie Wahl fördert den Wettbewerb unter Herstellern, was zu einem vielfältigeren und innovativeren Angebot führt, das aktuellen technologischen Entwicklungen gerecht wird.
  • Nachhaltigkeit: Geräte können auch bei einem Anbieterwechsel weiterverwendet werden, was Elektroschrott reduziert. Kunden können sich zudem für energieeffiziente Geräte entscheiden, was ihre ökologische Fußabdruck verringert.
  • Verbesserte Sicherheit und Datenschutz: Nutzer haben mehr Kontrolle über die Sicherheit ihres Netzwerks und ihrer Daten. Sie können selbst bestimmen, welche Einstellungen und Updates sie nutzen möchten – das stärkt ihre digitale Sicherheit.

Der VTKE sieht die Niederlande als Vorreiter in Europa.
Da die ACM nun die Wirksamkeit der freien Modemwahl bestätigt hat, fordert der Verband andere europäische Länder auf, das Recht auf freie Wahl von Endgeräten – das seit 2015 in ganz Europa gilt – ebenfalls verbindlich festzuschreiben.
Idealerweise würde eine EU-weite, harmonisierte Regelung geschaffen, die allen europäischen Bürgerinnen und Bürgern die freie Wahl ihrer Endgeräte direkt an der Breitbandverbindung ermöglicht.